Braucht mein Unternehmen einen Blog?

In 95% der Fälle lautet die Antwort ja! Auch wenn Sie jetzt sagen werden, dass Sie selber nie in Blogs von Unternehmen gehen, da diese meist nur für die Suchmaschine geschrieben wurden. Doch was gehört eigentlich alles zu einem Blog? Die Grenzen verschwimmen immer mehr und das ist auch gut so.

Der klassische Unternehmens-Blog


Hat hoffentlich bald ausgedient! Kennen Sie auch diese genau 400 oder 2.000 Wörter langen Texte zu einem Thema, den Sie gezwungen werden zu lesen, obwohl Sie nur eine einfache Frage hatten, auf die die Sie eine möglichst schnelle und einfache Antwort gesucht haben? Die Antwort ist irgendwo am Ende versteckt, damit Sie möglichst lange auf der Seite bleiben. Am besten müssen Sie noch einen Film starten, in dem die Antwort dann gesagt wird, damit es bei Google keine Absprungrate gibt, wenn Sie wieder gehen.

Diese SEO Fliegenfalle für mehr Trafik auf der Seite nennt sich Unternehmens Blog und heißt dann meistens in der Navigation auch so. Häufig aber nur im Footer der Seite verlinkt, denn da geht ja keiner freiwillig hin, und soll es in der Regel ja auch nicht.

Das Traurige an der Sache ist, dass solche Blogs fürs Google Ranking „noch“ ganz gut funktionieren. Klar machen sie das, denn studierte Fachleute bauen sie ja so auf, dass sie Google überlisten können. Die Frage bleibt wie lange noch.

Na, Interesse geweckt, wollen Sie jetzt auch einen Blog…? Nicht? Warum also behauptete ich dann das 95% aller Firmen einen Blog haben sollten?

Der bessere Blog


Stellen Sie sich einen Blog nicht wie eine separate Seite vor. Geben Sie dem Blog auf jeder Seite zu jedem Thema Raum. Lassen Sie die Grenzen zum Blog verschwimmen. Und nennen Sie es bitte nicht einfach Blog, denn ein Blog ist im Denken der Betrachter mittlerweile eben nur eine SEO Fliegenfalle.

Nehmen wir hierfür beispielsweise eine Produktseite, auf dem ein Produkt genau beschrieben wird. Nach der Beschreibung gibt es die Möglichkeit, sich Menschen anzuschauen die das Produkt schon nutzen. Diese Links führen dann in unseren „Blog“, wo je ein Film und ein Interview-Text stehen. Hier sehe ich nun genau wie das Produkt benutzt wird. Dies kann mir im Idealfall die Angst, das falsche zu kaufen, nehmen.

Oder schauen Sie sich Ihre FAQ an und überlegen Sie, welches Thema nicht schöner über einen kurzen Erfahrungsbericht eines Kunden aufgelöst werden könnte.

Kündigen Sie nicht nur Messen an, sondern verlinken Sie auf Ihrer Messe-Seite Artikel, die schon gelaufene Messen beschreiben mit Filmen und Bildern, damit mögliche Besucher sich eine Vorstellung machen können, was sie erwartet und ob es sich für sie lohnt.

Tragen Sie in Ihrem Blog Wettbewerbe aus, lassen Sie Kunden sprechen, geben Sie Mitarbeitern das Wort zu Ihrem Fachbereich oder zeigen Sie die Entstehung einer individuellen Lösung. Benutzen Sie Ihn als Bildergalerie, Mediathek oder für Kundenrezensionen.

Nur verwenden Sie in nicht als Abfalleimer für Ihr Suchmaschinen Marketing.

Integration der Blog Artikel


Als Beispiel für gelungene Blogarbeit möchte ich Ihnen die Seite vom Fotozubehörhersteller Profoto zeigen. Ganz besonders die Integration der Artikel in den Rest der Seite ist gelungen. Als Hinweis noch, die Profoto Seite ist nicht von SK Online Marketing erstellt oder betreut worden.

Bei Profoto heißt der Blog Inspiration – und das ist er auch

Umfangreiche Praxis Storys bringen einen die Produkte näher.

Hinter den Kulissen lassen tiefe Einblicke in die Arbeit mit Profoto zu.

Wie baue ich einen Blog Artikel auf?


Genau das ist die völlig falsche Frage. Verwenden Sie genau so viele Worte wie nötig sind. Arbeiten Sie mit Inhaltsverzeichnissen wenn es nützlich ist. Schreiben Sie für Ihre Kunden und nicht für Google. Verwenden Sie Ihre Keywords, aber eben nur so oft wie man es auch in einem Buch nutzen würde.

Ich verspreche Ihnen, wenn Sie Ihre Arbeit mehr wie ein Journalist oder Buchautor sehen und an den Kunden und nicht an die Suchmaschine denken, haben Sie viel mehr Spaß bei der Arbeit. Der Erfolg bei Google kommt von ganz allein.

Sie werden jetzt vielleicht sagen: der hat schön reden, die Konkurrenz arbeitet mit allen Tricks Google zu überlisten und wir sollen brav gute Inhalte machen.

Ich gebe zu bedenken, dass die Suchenden total genervt sind von Content Marketing Blogs die ein Thema langweilig in die Tiefe bearbeiten und stelle mal die Hypothese auf, dass Seiten die Spaß machen beliebter sind bei den Betrachtern und Google einen Weg finden wird solche Seiten häufiger zu zeigen.

So finden Sie neue Themen für Ihren Blog


Die klassische Methode ist es eine Keyword Recherche zu machen und auf Keywords die viel gesucht werden einen Artikel zu schreiben. Der Grund dafür ist klar und auch gut nachvollziehbar. Die Gefahr ist aber, hierbei Artikel für Google zu schreiben und nicht für Ihre Kunden. Nachvollziehbar ist, das man über kein Thema schreiben braucht, das keiner sucht und darum lohnt sich natürlich eine Recherche. Doch wie sollen neue und kreative Inhalte entstehen, wenn alle immer nur für hohes Suchaufkommen schreiben?

Meine Empfehlung für die Themen-Findung ist es, sich einen Artikel vorzustellen der einen Betrachter interessieren könnte, der schon bei mir auf der Seite ist und nicht einen Artikel mit dem ich Leute anlocke die bei Google suchen. Hier mal ein Beispiel: Stiften Sie Ihr Produkt einer Schule und befragen Sie die Schüler später wie Sie das Produkt gefunden haben und was ihnen besonders aufgefallen ist bei der Nutzung. Auf so einen Artikel würden Sie wahrscheinlich nie kommen wenn Sie auf ein gutes Keyword Ranking aus sind oder jetzt schon über Conversion Rates nachdenken. Da würden Sie dann einen Artikel schreiben wie „10 Tools für YouTuber“ oder „So verdienen Sie Geld mit Ihrem Smartphone“.

AA

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Mehr Trafik für Ihren Blog-Artikel


Denken Sie bevor Sie einen Artikel schreiben genau darüber nach, wo und auf welcher Seite Sie ihn einbinden wollen. Denn nur thematisch passende Artikel haben eine Chance auch angeklickt zu werden. Verabschieden Sie sich von dem Gedanken, die „letzten Blog News“ unter jeder Seiter zu verlinken. Verlinken Sie lieber nur einen passenden Artikel wie 3 die weniger passen nur um den Platz zu füllen. Versuchen Sie aktiv auf Artikel hinzuweisen.

Neue Artikel können Sie natürlich gut in Sozial Medien zum Lesen anbieten. Aber holen Sie die Konsumenten in Ihren Blog und geben Sie nicht alle Inhalte schon bei Facebook preis. Fragen Sie auch bekannte aus der Branche, Zulieferer oder auch Kunden wenn es passt, ob Sie den Artikel verlinken wollen. Manche Artikel sind vielleicht sogar so interessant, dass Sie auch an Fachmagazine gesendet werden können.

Woran messe ich meinen Erfolg


Ist ein Artikel fertig unterliegt er dem Leistungsprinzip wie alles andere auch. Folgende Kennzahlen sollten Sie im Auge behalten und danach Ihre Artikel bewerten und verbessern:

  • Wir der Artikel aus meinen Seiten heraus angeklickt?
  • Gibt es Keywords die bei Google auf diesen Artikel Ranken?
  • Bekomme ich Kommentare oder andere Rückmeldungen?
  • Bekomme ich SEO Trafik?
  • Bekomme ich Trafik über Social Media?
  • Verweildauer
  • Absprungrate im Verhältnis zur Verweildauer
  • Wiederkehrende Besucher
  • Besucher

Um die aufgeführten Punkte zu verbessern sind ab jetzt alle SEO Methoden erlaubt, wenn Sie den Inhalt nicht völlig verändern.

Wir wollen hier nicht missverstanden werden. Wir glauben an SEO und setzen es ein, würden es aber nie an den Anfang einer Blog Recherche setzen, sondern nur zur Optimierung eines sinnvollen Artikels, um das Maximum heraus zu holen.

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