
CeleroPress: Wie Software die klassische PR-Arbeit deklassiert
Klassische PR ist langsam, intransparent und teuer. Mit CeleroPress haben wir die PR-Arbeit auf ein Software-Niveau gehoben: Distribution, Monitoring, AVE und PR-SEO in Echtzeit.
Pressearbeit ist in vielen Agenturen bis heute Handarbeit. Verteiler werden in Excel gepflegt, Mailings aus Outlook verschickt, Clippings per Google Alert und Screenshot gesammelt, der Monatsreport entsteht zwei Wochen nach Veröffentlichung. Das Ergebnis: späte Reaktion, unsaubere Daten, unklare Wirkung. Wir haben diesen Prozess nicht optimiert, sondern ihn neu gebaut. CeleroPress ist unsere eigene PR-Plattform und macht Pressearbeit zu einem messbaren, software-basierten Kanal.
Die Ausgangslage: PR als blackbox
Ein typischer Kunde aus dem B2B-Mittelstand kam mit einem vertrauten Bild zu uns. Seit Jahren arbeitete eine klassische PR-Agentur für ihn. Die Ergebnisse wurden in einer PDF dokumentiert, die pro Quartal rund 40 Seiten umfasste. Genannt wurden Zielmedien, Themenvorschläge und am Ende eine Liste veröffentlichter Beiträge. Was fehlte, war jede Form von belastbarer Wirkungsmessung: keine Reichweiten pro Pickup, keine Sentiment-Analyse, keine Verknüpfung zu den organischen Rankings der Unternehmenswebseite. Der Kunde zahlte einen fünfstelligen Monatsbetrag und wusste am Jahresende nicht, welche Veröffentlichung wirtschaftlich etwas bewegt hatte.
Das Muster begegnet uns immer wieder. Pressearbeit wird in klassischen Strukturen als Beziehungsgeschäft geführt, nicht als Datenprodukt. Der Aufwand skaliert linear mit der Zahl der Kontakte, die Wirkung bleibt gefühlsmäßig. Sobald ein Unternehmen mehr als zehn Themen im Jahr streuen will, kippt das Modell in reine Kapazitätsverwaltung.
Das Problem im Detail
Wir sehen in fast jeder Übernahme einer PR-Aktivität vier immer gleichen Bruchstellen. Erstens den Verteiler: gewachsene Excel-Dateien mit veralteten Redaktions-Mails, ohne Themenzuordnung, ohne Öffnungshistorie. Zweitens die Distribution: Mailings werden in Outlook zusammengeklickt, was bedeutet, dass weder Versandzeit A/B-getestet noch individuell ausgesteuert wird. Drittens das Monitoring: Pickups werden manuell gegoogelt, abfotografiert, in eine Präsentation geklebt. Viertens der Report: Die klassische AVE-Berechnung erfolgt händisch, oft als grober Schätzwert, immer mit Wochen Verzögerung.
Wir haben in einem Kundenprojekt einmal nachgemessen: Für eine einzelne Pressemitteilung mit anschließendem Monitoring entstanden in der klassischen Agentur rund 14 Stunden reiner Bedienaufwand. Davon waren 9 Stunden Copy-Paste-Tätigkeiten, also Arbeit ohne intellektuelle Wertschöpfung. Dieses Verhältnis ist kein Ausreißer, sondern Standard.
Der Mechanismus: Warum klassische PR nicht mehr skaliert
Der strukturelle Fehler liegt in der Tool-Landschaft. Die meisten PR-Agenturen arbeiten mit einer Kombination aus Redaktionsdatenbank, E-Mail-Client, Google Alerts, Excel und einem Präsentationstool. Jedes dieser Werkzeuge ist für sich funktional, aber keines spricht mit den anderen. Jede Pressemeldung durchläuft also einen Tool-Bruch nach dem anderen. Jeder Tool-Bruch kostet Zeit, erzeugt Fehler und verhindert, dass Daten aggregiert werden.
Hinzu kommt die Entkopplung von PR und SEO. Pressemeldungen werden traditionell auf Reichweite und Image optimiert, nicht auf Linkprofile, E-E-A-T-Signale oder Entity-Aufbau. Dabei ist genau das heute der messbare Hebel: Eine gut platzierte Pressemitteilung in einem Leitmedium erzeugt nicht nur Impressions, sondern verbessert mittelfristig die organische Sichtbarkeit der Unternehmenswebseite. Wer diese Verbindung nicht datenbasiert herstellen kann, verschenkt die Hälfte des Werts.
Unsere Lösung: CeleroPress als proprietäre Plattform
CeleroPress ist keine zugekaufte Software. Wir haben die Plattform selbst entwickelt, weil am Markt keine Lösung existierte, die alle vier Bruchstellen gleichzeitig schließt. Der Kunde nutzt die Plattform nicht direkt, er profitiert von ihr indirekt: Wir sind die Agentur, CeleroPress ist unser Maschinenraum. Das bedeutet, der Kunde bekommt Agenturqualität auf Software-Geschwindigkeit, ohne selbst ein weiteres SaaS lizenzieren zu müssen.
Die Plattform besteht aus vier Kernmodulen. Das Verteilermodul pflegt Redaktionskontakte strukturiert nach Ressort, Themencluster, Reichweite und Interaktionshistorie. Das Distributionsmodul versendet Pressemitteilungen in personalisierter Form, misst Öffnungs- und Klickverhalten und steuert Nachfassaktionen automatisch. Das Monitoring-Modul durchsucht Medien in Quasi-Echtzeit, erkennt Pickups inklusive Paraphrasen und ordnet sie der Ursprungsmeldung zu. Das Analyse-Modul berechnet Reichweite, AVE und einen proprietären PR-SEO-Score, der den organischen Nebeneffekt jeder Veröffentlichung ausweist.
Entscheidend ist die Integration. CeleroPress verbindet sich mit der Google Search Console des Kunden. Wenn eine Pressemitteilung in einem Leitmedium erscheint, sieht unser System nicht nur den Pickup, sondern auch, wie sich in den 14 Tagen danach die Impressions auf die betroffenen Entity-Keywords der Kundenwebseite entwickeln. Diese Verbindung ist der Punkt, an dem klassische PR endgültig abgehängt wird. Details zu unserem Leistungsangebot finden Sie unter Online-PR.
AVE in Echtzeit: Vom Schätzwert zur Steuerungsgröße
Der Advertising Value Equivalent, kurz AVE, misst den hypothetischen Anzeigenpreis einer redaktionellen Veröffentlichung. Die Kennzahl ist in der Branche umstritten, weil sie redaktionelle Glaubwürdigkeit und gebuchte Werbung gleichsetzt. In der Praxis bleibt sie dennoch die am weitesten verbreitete Größe, um PR-Output wirtschaftlich greifbar zu machen. Das eigentliche Problem ist nicht die Metrik selbst, sondern wie sie erhoben wird: händisch, grob, Wochen später.
CeleroPress berechnet den AVE automatisiert im Moment des Pickups. Die Plattform zieht die Mediadaten des erkannten Mediums, bestimmt die Platzierung (Online, Print, Ressort, Position), ermittelt das äquivalente Anzeigenformat und rechnet es gegen den offiziellen Listenpreis. Ergänzend berechnen wir einen gewichteten AVE, der den typischen Glaubwürdigkeitsfaktor redaktioneller Berichterstattung einbezieht (meist Faktor 3 bis 5 gegenüber Werbung, je nach Medium). Der Kunde sieht in seinem Dashboard keine Schätzung, sondern eine belegbare Zahl mit Quellennachweis.
Technologie-Stack
CeleroPress läuft als Cloud-Plattform auf einer Serverless-Architektur. Die Distribution nutzt ein dediziertes Mail-Transport-Setup mit eigenen Versanddomains und DKIM-signierten Kampagnen. Das Monitoring kombiniert einen eigenen Crawler für rund 4.500 deutschsprachige Medien mit semantischer Ähnlichkeitssuche, um auch paraphrasierte Pickups zuzuordnen. Die Sentiment-Analyse basiert auf einem feinjustierten Sprachmodell, das auf wirtschaftsjournalistische Diktion trainiert wurde. Die Dashboards sind in Next.js gebaut und liefern Livedaten ohne Seitenreload.
Datenschutzseitig ist die Plattform DSGVO-konform aufgesetzt. Alle Daten liegen in europäischen Rechenzentren, personenbezogene Kontakte im Verteiler werden auf Basis von berechtigtem Interesse und Opt-out-Möglichkeiten verwaltet. Journalisten können sich mit einem Klick aus jedem Themenverteiler austragen, was wir als Qualitätssignal werten und nicht als Verlust.
Ergebnis: Was ein typisches Projekt liefert
In einem repräsentativen Mandat aus dem B2B-Mittelstand haben wir die Wirkung über zwölf Monate gemessen. Das Unternehmen setzte zuvor zwei Pressemitteilungen im Quartal ab, mit einer durchschnittlichen Pickup-Rate von 6 Prozent und einer Time-to-Publish, also der Zeit von Meldungsfreigabe bis Erstveröffentlichung, von durchschnittlich 52 Stunden. Nach der Umstellung auf CeleroPress-basierte Distribution verschoben sich die Werte deutlich.
Messbare Hebel
- Pickup-Rate von 6 auf 23 Prozent gesteigert, durch präzisere Themen-Redaktions-Zuordnung und personalisierte Anschreiben.
- Time-to-Publish von 52 auf 9 Stunden reduziert, weil Versand und Nachfass automatisiert laufen.
- Reichweite der kumulierten Pickups über zwölf Monate bei 47 Millionen Kontakten, verteilt auf 312 Veröffentlichungen.
- AVE-Summe im gleichen Zeitraum bei 1,8 Millionen Euro (ungewichtet), bei einem Agenturhonorar im niedrigen sechsstelligen Bereich.
- Organische Sichtbarkeit der Unternehmenswebseite zu den beworbenen Entity-Keywords um 64 Prozent gestiegen, nachweisbar über Search Console Daten.
Der Unterschied zu klassischen Tools
Am Markt gibt es Presseverteiler-Anbieter und Monitoring-Dienste, die einzelne unserer Funktionen abbilden. Der entscheidende Unterschied ist nicht der Funktionsumfang, sondern das Geschäftsmodell. Klassische Tools verkaufen Lizenzen an Agenturen, die Agentur reicht die Arbeit als Dienstleistung an den Kunden durch. Bei uns ist die Software kein Kostenfaktor, sondern unser Produktionsvorteil. Wir besitzen den Code, wir erweitern ihn mit jedem Mandat, und der Kunde profitiert, ohne eine weitere Lizenz tragen zu müssen. Das ist derselbe Hebel, den wir auch bei Smart Assets und anderen Produktlinien anwenden: Software-Engineering als Marketing-Hebel.
Fazit
PR bleibt ein Beziehungsgeschäft, aber sie ist keine Handarbeit mehr. Wer Pressearbeit heute als einzeln bearbeitete Mailings und nachträglich zusammengeklickte Reports organisiert, verliert gegen jede Agentur, die ihre Prozesse in Software gegossen hat. CeleroPress ist unser Werkzeug für diesen Unterschied. Die Plattform macht Distribution messbar, Pickups sichtbar, AVE belastbar und den SEO-Nebeneffekt jeder Pressemitteilung sichtbar. Für unsere Kunden bedeutet das: Pressearbeit, die nicht mehr erklärt werden muss, sondern sich selbst erklärt.
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